zarok e.V.
zarok e.V.

Unser Verein

ZAROK bedeutet auf kurdisch „Kinder“ und weist explizit darauf hin, dass unsere Hilfe besonders auf die Bedürfnisse der geflüchteten Kinder in der autonomen Region Kurdistan / Nordirak ausgerichtet ist.

 

Die bestürzende Lage der Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die vor den Übergriffen des sogenannten Islamischen Staates im August 2014 in der autonomen Region Kurdistan Zuflucht gesucht haben, veranlasste die bei Freiburg lebende und arbeitende Zeynep Akay, spontan eine Hilfsaktion ins Leben zu rufen. Sie bat um Sachspenden, Hilfe und Unterstützung für die unter schlimmsten Bedingungen lebenden Menschen in den Flüchtlingslagern im Nordirak.


Allein in Zaxo waren zum damaligen Zeitpunkt 170.000 Flüchtlinge in Lagern untergebracht, in der gesamten Region Kurdistan / Nordirak lebten insgesamt 1,4 Millionen Flüchtlinge. Wer in einem der Lager keine Zuflucht fand, richtete sich provisorisch in Rohbauten ein.
Einzelpersonen, Kindergärten, Schulklassen, Gewerkschaften, Firmen, Vereine und Kirchengemeinden schlossen sich an und sammelten Sach- und Geldspenden, so dass Zeynep Akay Anfang Januar 2015 Hilfe mit einem  LKW voller Hilfsgüter in den Nordirak/ Zaxo bringen und sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen konnte.

Die Situation in den Lagern stellte sich als noch prekärer heraus, die Versorgung mit Wasser und Strom war nicht ausreichend gesichert. Die hygienischen Zustände waren katastrophal. Die Sachspenden wurden von den Flüchtlingen sehr dankbar angenommen, waren jedoch angesichts des Ausmaßes der Not nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Nach ihrer Rückkehr war klar, dass weitere Hilfsaktionen folgen müssen.

Zeynep Akay berichtete ausführlich über ihre Erfahrungen, die regionalen Medien zeigten reges Interesse an der Aktion.

Immer mehr Einzelpersonen und Gruppen aus der Region engagierten sich bei einer zweiten Spendensammlung im Frühjahr 2015 für die Hilfe im Nordirak.

Bis zu sechzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sortierten Bekleidung, Spielsachen, Hygieneartikel und medizinische Hilfsmittel in wochenlanger gemeinsamer Arbeit. Anschließend wurden sechs LKWs mit insgesamt 51 Tonnen Hilfsgütern beladen und auf die rund 5.000 km lange Reise geschickt.

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Vielen Helferinnen und Helfern ist es ein Bedürfnis, weiterhin zu unterstützen und vor allem den Flüchtlingskindern in den Lagern im Nordirak  Zukunftsperspektiven und Bildungsmöglichkeiten zu eröffnen. Daraus entstand die Idee, einen Verein für dauerhafte Hilfe in der Region Kurdistan / Nordirak zu gründen.

Inzwischen ist Zarok (Kinder) ein  eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt.

 

Seit Mitte des Jahres 2015 sind Grenzübertritte von der Türkei in den Irak fast unmöglich geworden, es gibt praktisch keine Hilfskorridore für Transporte mehr.

 

Deshalb sammelt Zarok (Kinder) e. V, seither Geldspenden.

Neben der akuten Hilfe ist es Zarok (Kinder) e.V. ein Anliegen, den Menschen und vor allem den Kindern Perspektiven zu eröffnen und sich am Wiederaubau in der autonomen  Region Kurdistan /  Nordirak zu beteiligen.

Im März 2016 konnten wir bei einer Hilfsaktion vor Ort Flüchtlingsfamilien mit Mehl und Milchpulver beliefern und 720 Kinder mit Schultaschen ausstatten.

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Im Dezember 2016 haben wir einen Hilfstransport für die kleine Klinik in Snuny/ Nordirak auf den Weg gebracht,  damit die Menschen dort adäquat versorgt werden können. Nach der Befreiung vom sogenannten "Islamischen Staat" war die Infrastruktur komplett zerstört. Aktuell sind die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten für die zurück gekehrten Flüchtlingsfamilien und die Vertriebenen im Umland noch immer sehr dürftig.Seit März 2017 ist die neue, gut ausgestattete Ambulanz startklar.

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Im Juli 2017 finanzierten wir die Einrichtung zweier Großzelte in Flüchtlingslagern nahe Mossul, bruchsichere Möbel, verschließbare Spielzeugkisten und einen Kälte/Wärmegenerator.  Die Zelte werden von Unicef überlassen. Gefüchtete Kinder aus Mossul spielen in "Child friendly 

spaces" , singen , reden und sind erstmals in Frieden und Sicherheit zusammen.

Der Schweizer Verein Khaima stellt zwei Psychologinnen, die bei Bedarf individuell mit den Kindern arbeiten können. Betrieben wird der kinderfreundliche Ort von der lokalen NGO Shingal Organization For Social Development, sie kümmern sich um den gesamten Betrieb und die Betreuung der Kinder und leistet umfassend Hilfe und Unterstützung. 

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Seit Januar 2018 haben wir gemeinsam mit Khaima, der Shingal Organization for Social Development und der presbyterianischen Kirche in den Vereinigten Staaten und dem Irak zwei Nähateliers in den Flüchtlingscamps Berceive 1 und Kadya eröffnet.

Zielgruppe des Projektes sind vor allem jesidische Witwen, die in den Camps leben. Die Ehemänner wurden beim Überfall des sogenannten Islamischen Staates auf die Dörfer im Sindjargebirge getötet, oft sind die Frauen für mehrere Kinder verantwortlich. Viele haben selbst Gewalt erlebt, waren in Gefangenschaft des IS, oft sind weitere Kinder noch immer verschollen oder tot.

Jeweils fünfzehn Frauen soll eine Nähausbildung neue Lebensperspektiven eröffnen, Zuversicht und Selbstvertrauen geben. Die Witwen lernen, neue Bekleidung anzufertigen,  Reparatur- und Änderungsarbeiten durchzuführen sowie  ihre Produkte selbständig zu vermarkten.  Im Idealfall können sie bei Projektende den eigenen Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder möglichst vollständig wieder selbst erwirtschaftet. 

Khaima seuert für das sechsmonatige Projekt 10.000 Euro bei.  Die lokale SOSD (Shingal  Organization of Social Development ) ist ebenfalls wieder mit an Bord und  für die Organisation vor Ort, die Personalauswahl und Anleitung sowie die Kooperation mit der jeweiligen Campleitung zuständig. Die presbyterianische Kirche leistet, ebenso wir Zarok (Kinder) e.v., einen Finanzbeitrag von 5.000 Euro.

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Seit Februar 2018 finanzieren wir  mit einem Beitrag von rund 12.000 Euro ein fünfmonatiges Traumabearbeitungsprojekt für jesidische Kinder und Jugendliche im Sentere penageh "haven center", in Sharya. Diese Kinder konnten aus  der Gefangenschaft des sogenannten "Islamischen Staates" entkommen, sie haben Gewalt und Indoktrination erlebt, waren zum Teil jahrelang verschleppt und versklavt, wurden vergewaltigt und geschlagen. Manche haben den Tod eines Freundes mitangesehen, ermordet von Islamisten wegen einer Nichtigkeit, manche wurden auf dem Sklavenmarkt in Raqqa verkauft.

Die Kinder werden ihre Erlebnisse nicht vergessen können. Aber wir können sie lehren, mit dem Trauma zu leben, das Erfahrene in ihre Biografie zu integrieren und den Blick nach vorne zu richten. Khaima finanziert ebenfalls einen Monat.

Mehr zum Projekt hier: 

 

 

 

Jede Spende hilft! Danke an alle, die geholfen haben und weiterhin unterstützen.

 

Traumabearbeitung für Kinder

Februar 2018 

Nähateliers für Witwen

Januar 2018  

Einrichtung von "child friendly spaces" nahe Mossul  Juli 2017 

Medizinischer

Hilfstransport

Dezember 2016

Hilfsaktion im März 2016 in Lagern vor Ort

 

51 Tonnen Hilfs-güter 2014 / 2015

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